süchtig & uninteressant.
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    Natürlich umging ic

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Du,

bist du traurig?

Ich bin glücklich.

Bist du traurig?

Mir geht es gut.

Bist du traurig?

Mein Leben ist schön.

Bist du traurig?

..Ja.

2.2.09 17:43


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Yeha!

Gott. Mir geht's wirklich verdammt gut!! 


Ich fühle mich echt grandios. Mir geht's fantastisch. Und ich bin glücklich. Ich kann es irgendwie kaum glauben. Ich - ich glücklich?! Ha! Ha! Du beliebst wohl zu scherzen! Nene, bind mir nicht so 'ne fette Lüge auf, das glaubst du doch wohl selber nicht!

Aber doch.. ich bin wirklich glücklich. Aber war es denn nicht längst an der Zeit? Dass ich auch mal glücklich sein darf, glücklich bin? An der Zeit? Kann man das so sagen? Gibt es wirklich jemanden da oben, der das Glück verteilt? Und du am Tag deiner Geburt eine Nummer ziehst und wartest, bis du endlich aufgerufen wirst und du endlich deine Portion Glück kriegst?!

Mit nichten!!

Glaubt doch nicht an so einen Scheiß!

_Wir_ sind es selber, die darüber entscheiden, ob wir glücklich sein wollen, oder nicht. Das Glück liegt da päkchenweise auf dem Podest, du musst bloß aufstehen und zu schnappen.

Es ist wirklich unglaublich, wie viel die eigene Einstellung dabei ausmacht.
Ich war früher wirklich extrem pessimistisch, wobei, nein - ich war früher depressiv. Ich litt wirklich unter Depression, war in Therapie, all der ganze Kram. Hat mir natürlich kein bisschen geholfen. Nö, stattdessen hab ich weiter mich, dich, die ganze Welt für meine Misere verantwortlich gemacht und weiter gejammert und bin nur unglücklicher und unglücklicher geworden.

Mhh. Und dann kam er. Er hat mich wirklich glücklich gemacht. Es war eine verdammt schöne Zeit. Das waren wohl wirklich die besten 7 Monate meines Lebens.. in seiner Gegenwart war ich wirklich eine andere Person. Ich war glücklich, ich hab gelacht, gelächelt, gestrahlt, ich war gut drauf, hab erzählt. Oh ja, das war toll.

Ja, jetzt - jetzt ist es vorbei und ich muss zugeben, dass mir die Tränen kommen, wenn ich mich daran erinnere, dass es nun vorbei ist und wohl nicht mehr so sein wird. (Wobei, und das ist wohl wirklich das blöde daran, wenn man so schrecklich optimistisch und hoffnungsvoll ist.. ich hoffe immernoch, ein kleines bisschen, ganz tief in der Ecke meines Herzens, dass es für uns irgendwann, irgendwann noch einmal eine Chance geben wird.. und sei es, wenn wir uns mal in einigen Jahren wohlmöglich auf dem Campus über den Weg laufen und dann.. dann passiert es wieder.. mhh, das wär echt schön!)
Aber trotzdem, ich bin gottverdammt froh, diese Person 'gehabt' zu haben, mit ihr zusammen gewesen zu sein, mit ihr solche Dinge getan zu haben.. es war verdammt schön.
Ja, natürlich. Ich war.. total am Boden zerstört. Extrem sogar. Ich will jetzt nicht ausführen, wie ich mich damals gefühlt habe und mich jetzt noch teilweise fühle. Jedenfalls war es nicht schön. Aber ich habe mich wieder gefangen. (Wohl unter Anderem auch, wegen diesem winzigen Fünkchen Hoffnung.. ich alte Träumerin.)
Und ich bin glücklich geworden. Oder sogar noch glücklicher.
Denn warum ist es zerbrochen? Genau, wegen all meinen Problemen und Komplexen und sowieso. Ich hab wirklich ziemlich viel Stress gemacht; auch wenn ich im Vergleich zu früher da schon verdammt glücklich war, aber dennoch, so schnell verliert man solche Probleme nicht.
Aber jetzt.. ich arbeite wirklich sehr fleißig daran, diese Probleme aus der Welt zu schaffen und einfach glücklich zu sein. Mein Leben zu genießen, denn es ist verdammt schön.
Und ich muss ja irgendeine wichtige Lektion aus der Trennung lernen. Und das habe ich. Nicht nur, dass ich jetzt alleine klar kommen kann (wirklich, ich war früher von Aufmerksamkeit und Zuneigung anderer richtig abhängig). Denn als mein Freund Schluß gemacht hat, war da plötzlich niemand mehr, der sich um mich kümmern konnte. War eine recht harte Lektion, aber ich bin froh, dass ich dadurch persönlich gewachsen bin.
Oh ja. Mir geht es gut.
Verdammt gut!

Manu Chao - Me gustas tu
Youjeen - Someday
Monkey Majik + Toshida Brothers - Car Crash

Das Leben ist toll.
Versucht einfach nur ein bisschen optimistischer zu denken und schön wird due Welt viel schöner.

1.2.09 21:33


Ferien

Die Regierung erlässt mir ganz hochoffiziell zwei Wochen süßer Herbstferien - die ich natürlich nicht träge verschwenden werde, sondern fleißig im Selbststudium meinern Stoff nacharbeite, jawoll!

Ehrlich gesagt hab ich nicht einmal den Nerv dazu den kleinen Finger zu bewegen und vertu meine Zeit damit, dass ich Tonnen von Weintrauben in mich reinstopfe und damit den Weltmarkt zur Verzweiflung bringe und mich von dem terroristischen Ausbildungsprogramm "Final Fantasy 7" zum nächsten Schulamokläufer machen lasse.

Man sieht sich in der Schule.

 

Amph

30.9.08 11:25


Dreckige Sünderin

Wenn uns heutzutage das Wort "Sünde" über den wegläuft, entfährt uns meist nicht viel mehr als ein müdes Lächeln ob dieses kirchlichen und religiösen Verbrechens.
Längst haben wir die fürchterliche 7 Todessünden, nämlich Hochmut, Habsucht, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit, als schlechte, aber vom Menschen untrennbare, Charakterzüge akzeptiert. Kein Grund mehr, deswegen ein übermäßig schlechtes Gewissen zu haben, oder uns auf das Fegefeuer im Himmel vorzubereiten.
Wobei - wenn ich so darüber nachdenke..

Jedenfalls haben wir heute ein anderes Wort für unsere Sünde, ein anderes Wort für die unbarmherzige Kirche gefunden. Ich kann euch für die Sünde kein ähnlich schönklingenes Wort bieten, aber die damalige Kirche ist heute unsere Gesellschaft und die damit verbundenen Zwänge, moralischen Ansichten und Wertvorstellungen.
Sicherlich gibt es noch genug gläubige Menschen auf der Welt, die sich diese und jene Regel zu Herzen nehmen und gute Menschen sein wollen, oder sollen - da aber ich persönlich nicht mit so vielen religiösen Leuten konfrontiert werde und erst recht nie, dass sich jemand als Sünder fühlt, kann ich sagen, dass ich vollkommen vergessen habe, worauf ich hinaus wollte. Da sieht man's, wenn man einen Gedanken hat, aber einen neuen davor schiebt um dann wieder auf den Alten zurück zu greifen.. ich hab wirklich zu wenig geschlafen.
Jedenfalls, zwar gibt es noch genug gläubige Menschen auf der Erde, aber längst hat die Kirche und die Sünden ihre alte Macht verloren - Gott sei Dank, möchte man dem hinzufügen.
Aber natürlich hat der Mensch deswegen nicht aufgehört, sich wegen Fehlern seinerseits schlecht zu fühlen, oder besser, andere Menschen haben nicht aufgehört, andere für jene Fehler anzukreiden und immernoch mit dem Finger auf sie zu zeigen. In diesem Punkt hat sich wohl nichts verändert, nur, dass wir glücklicherweise nicht mehr auf dem Scheiterhaufen landen, sondern nur noch auf dem Stuhl. Da kann man ja beruhigt sein.
Aber ganz schlecht sprechen will ich diese Ankreiderei auch nicht - schließlich hat es einen Sinn, andere auf ihre Fehler hinzuweisen - aber auf berechtige Fehler.
Nicht umsonst habe ich meine Überschrift so gewählt, wiei ch gerade bemerke.
Natürlich ist Morden eine unverzeihliche Straftat, die nicht so leicht abgetan werden sollte und für die es sinnvoll ist, Strafen einzuführen, um die restliche Bevölkerung zu schützen und hier kommt das große Aber.
Unsere heutige Gesellschaft. Eine verkommene, dreckige, sündige und gleichzeitig so widerlich scheinheilige Institution, wie sie es schon immer war.
Sie bedarf nicht der Unterstützung ihrer spitzzüngiger Bischöfe, um gewisse Leute bis aufs Tiefste zu verurteilen. Sie wälzt sich selber, um sich des alten Vokabulars zu bedienen, im größten Sündenpfuhl, aber erlaubt es sich trotzdem, die anderen mit Galle zu bespucken.
Es ist offensichtlich scheinbar vollkommen egal, wenn wir uns im emanzipierten, aufgeklärten, vernünftigen 21. Jahrhundert unseres Lebens erfüllen - die Menschen haben sich trotz den großen wissenschaftlichen Errungenschaften kein Stück verbessert (und an dieser Stelle könnte man sich fragen, ob wir nicht viel zu rückständige für solche Leistungen seien und ob uns unsere eigenen Kreaturen mal überlegen sein werden und mit einem halbentschuldigendem, halbentrüstendem Gesichtsausdruck die Schädel zerquetscht, angemessen wäre es wohl, aber das ist eine andere Sache), immernoch beschimpfen sie die Frau von nebenan, die etwas häufiger Besuch von vielen verschiedenen Männern empfängt.
Darüber kann ich eigentlich nur den Kopfschütteln. Wenn man Lust hätte, könnte man so ein Verhalten wohl mit den Urinstinkten erklären, die wohl dafür sorgen sollte, dass ihre Gemeinschaft als eine Einheit zusammenblieb und solch eine frevelhafte Person diese nicht gefährdete - aber genau so gut könnte man auf die, von der Kirche und den "Anstandsmenschen" seit Jahrhunderten eingeprügelte, moralischen Ansichten kommen. Und wenn Letzteres zuträfe, wäre es äußerst bedauerlich, dass wir uns immernoch nicht von dieser hirnrissigen Scheiße lösen konnten.
Natürlich will ich nicht den Teufel an die Wand malen und ausnahmlos die ganze Gesellschaft als das ultimative Böse anprangern, wobei das zweifellos einer meiner liebsten Beschäftigungen ist und ich wohl mal wieder zu sehr der Polemik verfalle, natürlich gibt es genug Menschen, die das Gegenteil und vorallem Toleranz und Aufgeschloßenheit zu beweisen. Mich zum Beispiel. (An dieser Stelle dürft ihr lachen.)
Ich kann nur hoffen, dass diese letzten Relikte einer kümmerlichen Zeit für das Individiuum und den freien Geist so bald wie möglich aus den Köpfen verschwinden.
Ich brauche schließlich auch meine Utopie.
25.9.08 16:44


Kontrolleure, schwarzer Lack und unerwiderte Bahnhofsliebe

Ich bin zerstreut.

Ich war heute in einer anderen Stadt, genauer gesagt Bonn, die alte Hauptstadt unseres Westdeutschlands, und habe dementsprechend eine Menge gesehen und noch viel mehr Eindrücke aller Art haben gewaltsam auf meinen Schädel eingeprügelt.

Warum ich in Bonn war und warum ich stundenlang die gräßlichste Laune hatte und alle meine Kollegen am liebsten ganz böse angeguckt hätte?

Nun, die Schule hatte die tolle Idee uns in der Geschichte der Deutschen Bundesrepublik zu schicken; wir haben ja sonst nichts zu tun. Und weil man sich noch in der späten Nacht treffen will, um sich dann gemeinschaftlich den Weg in diese fremde, große, beängstigend Stadt zu kämpfen (wir Kölner sind schließlich mit einfachen Landeiern zu vergleichen), krächzte mein jugendlicher, sich im Stimmbruch befindender Wecker schon um 6 Uhr wach. Ich hatte nie größere Lust dieses Biest zu erschlagen. Hab ich dann doch nicht gemacht, dafür bin ich viel zu gutmütig.

Nach einer viel zu langen Ewigkeit, mehreren Übelkeitsanfällen und dem Versagen meiner Batterien hatten wir es endlich vor dieses vermeidelte Musem geschafft.

Die Austellung war übrigens verdammt interessant und ich kann sie nur jedem wärmsten empfehlen; wenn er denn Lust hat sich durch das Zug- und Bahngemetzel zu kämpfen. Ich persönlich nicht, deswegen werde ich das Musem wohl nie wieder mit eigenen Augen erblicken. War aber trotzdem toll. Das Museum stellte mit allerhand Medien und Originalstücken der Geschichte der BDR von 45 (oder 49?) bis so ungefähr dar. Geht ja primär um die BDR und net um das 3. Reich.

Trotzdem wurde jenes in gewisser.. prägnanter Weise auch angeschnitten.

Wir kamen rein in die erste Halle, Mauerbruchstücke da, Kriegserinnerung hier, alles sehr bedrückt und missmutig. Und in der Mitte stand eine große, schwarz lackierte Box.

Vorne auf der Box prangte, in einem etwas hellerem Schwarz, sodass man es nur erkannte, wenn man darauf hinfewiesen wurde, ein Hakenkreuz. Mit einem mulmigen Gefühl folgte ich unserem Führer in den Tod, ehm, in die Box durch eine der zwei winzigen Türen. Drinnen gab es nichts. Außer ein paar Fotos, die sich wie eine Paketschnur von innen über unseren Köpfen über die vier Wände zog und zwei winzig kleinen Monitoren die in die Wände links und rechts eingebaut war.

Die Box war innendrinnen genau so pechschwarz wie außen, es gab keine Beleuchtung außer der, die hinter den Bildern war. Sie glühten quasi. Ein merkwürdiges Surren tönte durch den Raum, klang nach einer Klimaanlage. Es war.. unheimlich.

Ich warf einen kurzen Blick auf den Monitor zu meiner Linken und entdeckte, dass Namen fortlaufend gezeigt wurden. Zweifelsfrei Judennamen.

Dann blickte ich hoch. "Die Luft ist hier für Juden unzuträglich", hieß es auf dem Schild im ersten Foto, "Juden betreten dieses Gebiet auf eigene Gefahr", im nächsten und darauf "Juden haben hier keinen Zutritt, Juden verboten, Deutsche, wehrt euch, kauft nicht bei Juden ein.." Man kennt sie.

Das nächste Bild war ein Foto von Juden vor dem Exekutionsgericht, ein Bild von der Reichskristallnacht, Schuhberge.. und am Ende der Fotostrecke Leichenberge.

Dann fragte unser Führer, woran uns das Surren im Hintergrund erinnerte.

Ich muss sagen, dass ich in dem Moment, als ich es erkannte, ziemlich schockiert war. Es klang wie das rauschende Eindringen von Gas. Ich wär am liebsten wieder rausgerannt. Mit so was wollte ich nicht konfrontiert werden.

Es war.. extrem bedrückend. Das imitierte Rauschen des Gassen in den Ohren, die Namen der unzähligen toten Juden im Rücken, die Leichenberge vor der Nase. Ich hab miserabel gefühlt.

Ich persönlich bin jemanden, der gerne die rassistische Sau rauslässt und über alle möglichen Minderheiten zettert - natürlich nur als Teil meines schwarzen Humors. Die Judenverfolgung, der Holocaust, der zweite Weltkrieg, Nazis - das waren alles Dinge, die mich nicht wirklich berührten, die weit, weit weg von mir waren, mir keine Angst machten, weil ich nichts damit zu tun hatte. Natürlich waren meine Vorfahren betroffen, aber, dennoch. So nah war mir die Sache noch nie. Die Welt verschont einen zumeist vor den unliebsamen Wahrheiten. Natürlich wusste ich, was passiert ist, aber in meinen Augen war es vergangen und mich kotzt es an, dass wir noch Jahrtausende lang wegen einer Sache für böse Nazis gehalten werden, mit der wir rein gar nichts zu tun haben.

In der Hinsicht hat sich meine Einstellung nicht geändert - die meisten von uns wurden viel später nach diesen Ereignissen geboren und tragen daran gar keine Schuld, es uns aber immer wieder vorzuwerfen ist falsch.

Aber gleichzeitig.. ach, was auch immer, genug mit dem Scheiß.

Warum hat ein Duschkopf elf Löcher? :D

Die Antwort verrate ich irgendwann in 'nem nächsten Eintrag. Naja, jedenfalls, was wollte ich noch sagen? (Mir brummt grad ganz schön der Schädel, weil Frau Mama mir weis machen wollte, dass ich ein Alkoholiker bin und alle Gegenargumente stößen da wie Ossis gegen die Mauer)

Standet ihr schon mal eine geschlagene Ewigkeit an einem richtig untergekommenem, verlassenen Bahnhof?

Objektiv betrachtet war dieses Ort wirklich nicht schön - aber ich fand ihn verzaubernd. Der Nebel, der in weiter Ferne über den Gleisen lag, die rühenden Güterzüge in weiter Ferne, die grauen Steine zwischen den rostigen Schienen, umrahmt von ein paar Bäumen. Schöner Anblick. Ich finde es wichtig, dass wir auch in solchen Dinge Schönheit finden können - denn sonst würden wir alle bald nur noch mit einer griesgrämigen Miene umherlaufen, weil wir diese graue Welt ganz furchtbar doof und häßlich finden. (Allgemein geht mir so eine Mentalität gehörig gegen den Strich, bestes Beispiel ist dafür die Klassenfahrt. An der ganzen Veranstaltung gab es wirklich nichts auszusetzen, die Zimmer waren gut, das Essen auch und die Seminare. Aber natürlich gab es genug Leute die sich lang und breit über das Essen beschwert haben, dass ihre Mütter ihnen so einen Fraß nie vorsetzen würde und dass ihnen schon beim Anblick der Appetit verging.. solchen Leuten möchte ich immer wieder gerne so richtig die Fresse polieren. Dieses Nörgeln ist mir einfach vollkommen unverständlich und vollkommen unnötig - die Leute haben zu Hause keineswegs besseren Fraß bekommen, ich kann also beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum die alle so meckern musste. Ist das etwa diese berühmt berüchtigte Krankheit, die viele Deutsche befällt? Wobei ich aber zugeben muss, dass auch unsere kameraden mit Migrationshintergrund kräftig gemeckert haben; wahrscheinlich, weil sie solche "normalen" Sachen eher weniger essen - aber gleich zu nörgeln und dann den halbwegs gut gelaunten Mitschülern die Laune mit diesem ewigen Scheiß verderben? Besten Dank.)

Erm, ja, Bahnhof. Es war schon komisch, so. Ich habe allgemeine eine sehr skurille Sichtweise von der Welt, nicht, wie ich eingestellt bin, sondern wirklich, wie ich sie sehe, ich gucke einfach anders. (Unter anderem bin ich fest davon überzeugt, dass ich die Atome rumschwirren sehen kann, glaubt mir natürlich keiner, ist mir aber herzlich egal.)

Und der Bahnhof wirkte auf mich sehr skurill, sehr unreal. Er hätte meines Erachtens eher auf ein Gemälde gehört, und so und als dann ein anderer Güterzug vorbeiratterte zerstörte er das zweidimensionale Bild mit seiner ganzen dreidimensionalen Groteskheit und irgendwie.. hätte ich mir gewünscht, ihn anfassen zu können, ihm nah zu können, dass er zu mir kam, ihn mich hineinfuhr. Oder die Schienen.. Natürlich weiß man Kopf, dass sie das - und er bildet sich ein, dass er sie anfassen könnte, wenn er Lust dazu hätte, weil er hat die Freiheit an es zu tun, aber gleichzeitig wurde mir bewusst, dass mein Kopf sich nur veräppelte, dass diese Freiheit nur eine Lüge war und ich niemals dazu im Stande gewesen wäre, die Gleise zu berühren. War schon irgendwie traurig. Ich stand an der Station, die Gleise, der Zug vor mir - wie zwei geliebte die von einer Glaswand getrennt werden, die zwar ni der Nähe sind, sich sehen können, aber niemals vereint sein werden.. traurig.

Ich habe übrigens Angst vor Hunden. Passt zwar kein bisschen zu den obrigen beiden Themen, wollte ich aber trotzdem mal loswerden. In meiner frühen Kindheit war ich Hunden gegenüber wirklich extrem panisch (sodass ich mich sogar mal ne Stunde hinter ner Mülltonne versteckt hab und gewartet, dass die Hunde da, die sich auf meinem Schulweg befanden, endlich verschwinden würden), mit der Zeit hat sich das zum Glück teilweise gelegt und ich hab genug Mumm um diesen blöden Biestern mit Abscheu und Verachtung zu begegnen. Jedenfalls begegnete ich heute auf dem Weg nach Hause einem Bahn Kontrolleur, der wohl seinerseits auf dem Weg nach Hause war, und er hatte, wie kann es auch anders sein, einen Pitbull dabei. Nein, die Biester sind nicht wirklich groß, im Vergleich zu 'nem Rottweiler (brr! - wobei die allerdings wirklich schöne Tiere sind), aber dafür haben sie verdammt viele Muskeln. Also winzige, kleine, mit Muskeln bepackte Kampfmaschinen. Ich hab meine Schritt deutlich verlangsamt um dem Vieh nicht zu nah zu kommen - vor solchen Brocken hab ich immernoch ein bisschen Angst und allgemein fühl ich mich in der Nähe von Hunden höchst unwohl. Vorallem wenn's angsterregende ist. Kleinen Kindern sagt man ja immer, dass sie keine Angst haben sollen, weil Hunde die Angst spüren können. Spitzenklasse. Das bringt ein Kind nur dazu, noch panischer zu werden.

Egal, ich hab so schnell wie möglich die Straße gewechselt. Ich mag Hunde wirklich nicht, sie gefallen mir kein Stück. Ich mag die großen Brocken nicht, ich mag nicht die treudoofe Art von vielen, ich hasse das Gekläffe.. und vorallem kann ich Hunde nicht mehr normal angucken. Seitdem ich.. versehentlich gewisse Filmchen mit Hunden gesehen habe, geht gar nix. Weg mit den.. buäh, mir ist speiübel. Baah. Ich mach besser dicht, bevor ich den Blog vollkotze. Brrr.

24.9.08 13:13


Statusbericht

Mir ist kalt. Ich zittere. Ich friere. Ich wusste nicht, dass einem Menschen so kalt sein kann. In seiner eigenen Wohnung. irgendwas in dieser Welt läuft hier ganz gewaltig schief.
Ich hab die Heizung bis auf Anschlag aufgedreht. Bringt es was? Nicht im geringsten. Der Hausmeister hat die Zentralheizung ausgemacht. Ich könnte ihn dafür umbringen. Am besten ich würde versuchen ihm mit einer rostigen Gabel den Kopf abzutrennen.. und bei dieser physischen Belastung wäre mir auch warm. Geil. Das mach ich.
Ich bin immernoch nicht gesund. Wie lange schon? Morgen eine Woche. Und das ist ziemlich beschissen. Ich laufe schon die ganze Woche mit 'nem riesigen Wattebauschschädel rum und kann nichts dagegen tun. Brav fresse ich jeden Tag eine Unzahl von Pillen. Bringt es was? Natürlich nicht. Die Deutschen haben in so eine lasche Pillenmentalität, dass es mir nichts bringt. So ein Dreck. Erst verweichlicht mich dieses deutsche Wetter (wär ich noch in Russland könnte ich auch bei Minusgraden in Boxern rumlaufen, oh ja!) und dann wirken diese scheiß Tabletten nicht wie sie sollen. So ein Dreck. Hab bald die Nase voll. Schlimm genug, dass ich so schon tierische Kopfschmerzen habe, wenn ich 'nen Fuß aus der Tür setze (psychosomatisch), nee, jetzt bin ich auch noch krank und die scheiße doppelt.
Narf.
Ein Pullover bringt hier auch nichts. Mir ist sogar kälter geworden, als ich ihn angezogen habe. Man. Ich bin richtig genervt.

Wusstest ihr, dass es hilft den Kopf gegen die Wand zu schlagen, wenn man Kopfschmerzen hat? Nö, ich auch nicht. Trotzdem erscheint mir das gerade als die einzige mögliche Alternative. Narf. Vielleicht sollte ich einfach nur heiß duschen und mich ins Bett legen und solange liegen bleiben bis ich endlcih gottverdammt noch mal gesund bin. Aber das kann ich natürlich nicht. Ich gehör zu der Sorte Menschen, die es hassen Zeit zu verschwenden. Und die wird garantiert verschwendet, wenn ich wie blöde im Bett lieg. Da bleib ich lieber am Rechner hocken, klicke alle paar Minuten lang ein bisschen umher, als mich auszuruhen. Das ist doch mal 'ne Mentalität!

22.9.08 15:34


Mal was anderes.

Ich bin müde, schlecht gelaunt, leer. Hab nichts zu sagen. Ist das schlimm, wenn in einem nichts, rein gar nichts steckte, was man anderen mitteilen kann, will, soll?

Weiß ich nicht, mir egal, soll sich jemand anderes Gedanken darüber machen, ich will nur rumgrummeln.

 

[Aber eigentlich finde ich sowas furchtbar. In meinem Zustand jedoch juckt es mir herzlich wenig. Dabei ist gar nichts passiert. Kurios.]

 

Amph

20.9.08 22:24


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