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   4.02.17 02:29
    Natürlich umging ic

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Verkrüppelte Urinstinkte

Da ich schon lang und breit meinen gegenwärtigen, kranken Zustand breitgetreten hab, brauch ich das nun nicht wiederholen und spare mir jede Menge doofer Tipparbeit, yay!
Jedenfalls - gestern war alles noch super, mir ging's prima, hatte zwar immernoch kein Stimme, aber ist positiv, weil ich so nicht dazu genötigt bin jedem Arsch 'ne Antwort zu geben,

Random ist gut.

hatte vielleicht ein bisschen Kopfschmerzen, aber prinzipiell ging's mir gut. War das der Zeitpunkt, an dem ich anfing, leichtsinnig über meine Krankheit zu werden? Bis 3 Uhr morgens leicht bekleidet am Rechner zu sitzen ist für jemanden, der so empfindlich ist wie ich, scheinbar nicht gut.
Was auch immer. Heute morgen wache ich nach 9 Stunden Schlaf auf (ich dachte schon, mein Wecker sei kaputt, weil man mich hier normalerweise nicht länger als bis 7 Uhr schlafen lässt - hat man mich vergessen?), niemand ist da, überall Ruhe und mir geht's total beschissen. Kevin allein Zuhaus. Nur dass ich mich, bedingt durch meinen gefickten Schädel, nicht darüber freuen konnte.
Apropos gefickter Schädel, ich hoffe, dass die Illuminaten nicht hier waren, mir anal Viren eingeführt haben und dann auch noch nach bester Manier den Schädel gefickt. So was ist nicht nett, man soll doch bitte fragen. Dann hätte ich auch kein Problem damit. Wen kümmert's schon, was die Illuminaten machen? Sollense doch.

Egal. Urinstinkte. Urin stinkte. Hm, darauf komm ich später zurück.
Wie ich jedenfalls im Biounterricht gelernt habe, liegt der Mensch meistens nachts flach, wenn ihn eine Grippe erwischt hat - aber morgens ist er zu meist fähig seinem Alltag mehr oder weniger gerecht zu werden. Und warum ist das so? Weil damals in der Steinzeit alles bitterböse und super gefährlich waren, dass man sich mit einer Erkältung nicht mal kurz auf die schöne prähistorische Wiese legen konnte, da sonst ein häßlicher Dino zuschnappte, nene.
Da die Evolution die merkwürdige Eigenschaft dafür zu sorgen, dass die Rasse genug Möglichkeiten zum Überleben hat, wurde wir so hergerichtet, dass wir, trotz fieser Grippe, tagsüber von bösen Monster fliehen konnten, aber dafür nachts mit voller Wucht alle Symptome abbekommen hab.
Was meiner Meinung nach kontraproduktiv ist. Wenn du die ganze verfickte Nacht nicht schläfst, weil du bis vor's Verrecken hustet und niest und schlachmichtot, dann wäre es, für mich zumindest, extrem schwierig am nächsten Tag auch nur ein Bein zu bewegen. Die Natur ist wirklich ziemlich unausgereift. Aber das würde unser Vorkommen erklären.
Nun, warum geht's mir dann jetzt beschissen und nachts war alles prima?
Vielleicht, weil meine Urinstinkte im Laufe der Jahre und durch die Bestrahlung der ganzen Elektrogeräte, mit denen ich lieber ein Bierchen trinke, als mit Menschen, völlig verkümmert sind.
Oder weil sich mein Kreislauf so darauf eingestellt hat, dass es mir morgens mies geht, damit ich mir 'nen freien Tag machen kann, oder, weil, schlicht und ergreifend, mein Tagesrhythmus dermaßen im Arsch ist, dass der Tag für mich die Nacht ist und umgekehrt. Das würde jedenfalls erklären, warum ich tagsüber immer müde bin und erst nachts richtig wach werde.

Ich sollte Nachtwächter werden. Oder Beamter.

 

Amph
20.9.08 14:53


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Verkrüppelte Urinstinkte

Da ich schon lang und breit meinen gegenwärtigen, kranken Zustand breitgetreten hab, brauch ich das nun nicht wiederholen und spare mir jede Menge doofer Tipparbeit, yay!
Jedenfalls - gestern war alles noch super, mir ging's prima, hatte zwar immernoch kein Stimme, aber ist positiv, weil ich so nicht dazu genötigt bin jedem Arsch 'ne Antwort zu geben,

Random ist gut.

hatte vielleicht ein bisschen Kopfschmerzen, aber prinzipiell ging's mir gut. War das der Zeitpunkt, an dem ich anfing, leichtsinnig über meine Krankheit zu werden? Bis 3 Uhr morgens leicht bekleidet am Rechner zu sitzen ist für jemanden, der so empfindlich ist wie ich, scheinbar nicht gut.
Was auch immer. Heute morgen wache ich nach 9 Stunden Schlaf auf (ich dachte schon, mein Wecker sei kaputt, weil man mich hier normalerweise nicht länger als bis 7 Uhr schlafen lässt - hat man mich vergessen?), niemand ist da, überall Ruhe und mir geht's total beschissen. Kevin allein Zuhaus. Nur dass ich mich, bedingt durch meinen gefickten Schädel, nicht darüber freuen konnte.
Apropos gefickter Schädel, ich hoffe, dass die Illuminaten nicht hier waren, mir anal Viren eingeführt haben und dann auch noch nach bester Manier den Schädel gefickt. So was ist nicht nett, man soll doch bitte fragen. Dann hätte ich auch kein Problem damit. Wen kümmert's schon, was die Illuminaten machen? Sollense doch.

Egal. Urinstinkte. Urin stinkte. Hm, darauf komm ich später zurück.
Wie ich jedenfalls im Biounterricht gelernt habe, liegt der Mensch meistens nachts flach, wenn ihn eine Grippe erwischt hat - aber morgens ist er zu meist fähig seinem Alltag mehr oder weniger gerecht zu werden. Und warum ist das so? Weil damals in der Steinzeit alles bitterböse und super gefährlich waren, dass man sich mit einer Erkältung nicht mal kurz auf die schöne prähistorische Wiese legen konnte, da sonst ein häßlicher Dino zuschnappte, nene.
Da die Evolution die merkwürdige Eigenschaft dafür zu sorgen, dass die Rasse genug Möglichkeiten zum Überleben hat, wurde wir so hergerichtet, dass wir, trotz fieser Grippe, tagsüber von bösen Monster fliehen konnten, aber dafür nachts mit voller Wucht alle Symptome abbekommen hab.
Was meiner Meinung nach kontraproduktiv ist. Wenn du die ganze verfickte Nacht nicht schläfst, weil du bis vor's Verrecken hustet und niest und schlachmichtot, dann wäre es, für mich zumindest, extrem schwierig am nächsten Tag auch nur ein Bein zu bewegen. Die Natur ist wirklich ziemlich unausgereift. Aber das würde unser Vorkommen erklären.
Nun, warum geht's mir dann jetzt beschissen und nachts war alles prima?
Vielleicht, weil meine Urinstinkte im Laufe der Jahre und durch die Bestrahlung der ganzen Elektrogeräte, mit denen ich lieber ein Bierchen trinke, als mit Menschen, völlig verkümmert sind.
Oder weil sich mein Kreislauf so darauf eingestellt hat, dass es mir morgens mies geht, damit ich mir 'nen freien Tag machen kann, oder, weil, schlicht und ergreifend, mein Tagesrhythmus dermaßen im Arsch ist, dass der Tag für mich die Nacht ist und umgekehrt. Das würde jedenfalls erklären, warum ich tagsüber immer müde bin und erst nachts richtig wach werde.

Ich sollte Nachtwächter werden. Oder Beamter.

 

Amph
20.9.08 13:23


Weltuntergang

Oder graue Senke. Im Prinzip dasselbe - unsere Eigenart ist bloß, dass wir furchtbar gerne übertreiben. Ha! Furchtbar. Ich hab's getan. Schande über mein erbärmlich' Haupt. Aber warum? Ich hab die Erzählweise meines Umfeldes und von mir selber beobachtet und es wirklich vermehrt festgestellt. Wirklich. Mal wieder. Es wirkt so harmlos, dennoch ist es eine Verdeutlichung, eine Betonung. Zurück zum Grund. In unserer heutigen Zeit, jedenfalls konnte ich es nur in unserer heutigen Zeit feststellen, ich hab die Zeitmaschinen irgendwem geliehenund immernoch nicht zurück, so ein Mist!, haben wir gar keine andere Möglichkeit als uns durch Übertreibungen Gehör und vorallem Glaubwürdigkeit zu beschaffen.
Ein Beispiel.
"Mir geht's schlecht." - Ach so, ja? Wen interessiert's, jammer nicht rum, juckt mich nicht, jaja.
"Mir geht's dermaßen scheiße, dass ich.. [bildhaftes Beispiel hier einfügen" - Oh? Warum denn das, was ist denn passiert? [Alternativantwort: Emo!!!!11111einseins]
Seht ihr den Unterschied?
Das liegt, wie kann es auch anders sein, an unserer bitterbösen und schlechten Gesellschaft. Sie ist an allem Schuld. An der Hungernot in Afrika, an der globalen Erdwärmung, dem Hurrikan Ike, Pädokriminellen und der Tatsache, dass Frauen immer kalte Füße haben.
Jedenfalls - bedingt durch die Umstände einer Gesellschaft und den Medien, in denen immer mehr, mehr und mehr verlangt wird [moar!!!11einseinself], die Werbungen besseres, tolleres, aufgerenderes, spannendereres und ultimativereres und steigendereres anbieten, dass Aussagen, wie "mir geht's nicht gut" oft gar nicht mehr Ernst genommen werden. Schließlich kann dat Fernsehen ja nicht falsch liegen, wenn es das macht. Es lügt uns ja nicht an. Oder flimmert und so lange und elendig voll, dass wir den bunten Koder schlucken und die darin enthaltenen Viren sich in all unseren Zellen festsetzen und wir dessen Grundsätze verinnerlichen.
Was wir dagegen machen können? An unseren Formulierungen arbeiten, damit wir weiter brav Ernst genommen werden. Kann ja nicht so schlimm sein. Und ist zu dem lustig.

Hm, jetzt hab ich ganz vergessen, worauf ich ursprünglich hinaus wollte. Ich sollte nicht so viel herumschwafeln. Ist diese, durch die Gesellschaft bedingte, übertriebene, exzessive Schwafelei ein Grund für die zwischenmenschlichen Missverständnisse? Dass wir, während wir versuchen uns Gehör zu schaffen, ganz vergessen, worum es eigentlich geht, was uns eigentlich wichtig ist und wir so niemals dazu kommen uns unseren Mitmenschen mitzuteilen und auf ewig ein armes, einsames, mit Problemen beladenes Leben führen müssen? Nö. Ich übertreib bloß gerne.

Trotzdem finde ich es nun ziemlich nervig, dass mir das nicht mehr einfällt. Vielen Dank.


Amph

 

Ha! Ich weiß es wieder!

 

Nun. Jeder kennt es. Man hält sich für den interessantesten, merkwürdigestens, wirrsten, unlogischsten, widersprüchlichsten, einzigartigsten Menschen in der Welt - niemand anderes hat dieselben Probleme, du stehst vollkommen alleine da.

Bis du plötzlich auf die dämliche Idee kommst die Blogs von fremden Menschen zu durchwühlen um dann in tausendfachen Ausführungen deine Worte, Gedanken, Probleme wiederzufinden. Plop. Die Blase der Besonderheit ist geplatzt. Deine Mimik verliert an Ausdruck. Du bist genau so wie alle anderen. Nichts besonderes. Und es fühlt sich wie ein Weltuntergang an.

Ist es tatsächlich so schlimm? Wahrscheinlich nicht - denn so haben wir jedenfalls theoretisch die Möglichkeit mit Menschen zu verkehren, denen es ähnlich geht und das ist doch was gutes. Trotzdem fühlt es sich so an, als würde Ike über deinen Kopf hinwegfegen.

19.9.08 20:14


Ein Tag wie im Film & Politik

8bit passt zu meinem Leben. Um das zu verstehen, müsst ihr erstmal wissen, was 8bit ist. Nintendotöne, die zu wohlklingender Musik verarbeitet wurden. Ob man's glaubt oder nicht, aus den nervigen, auf Dauer monotonen und hirnschmelzenden Game Boy Spielmusikstücken kann man tatsächlich etwas erträgliches machen und das klnigt sogar verdammt gut. So gut, dass ich die letzten Wochen Zitteranfälle und Schaum vor'm Mund kriege, wenn ich kein ständiges Piepsen im linken Ohr hab.
[allgemeines Brummeln des Blogbetreibers, welches leiser wird, es folgt eine Werbeeinblendung]
Dieser Beitrag wird gesponsert von http://8bitpeoples.com/.
http://8bitpeoples.com/, da hören Sie die richtige Musik!
[die Werbeeinblendung verschwindet langsam aus dem Bild, das monotone Geblubber des Autors wird wieder lauter]
.. und das, meine Freunde, war die Frage auf die Antwort "42" - meine Adresse steht weiter unten, macht den Nobelpreis beim Versenden nicht kaputt, danke.

Jedenfalls - kennt ihr das? Ihr rennt durch die Welt, sitzt in der Bahn, starrt die Welt an, wie sie vor euren Augen zerrinnt, grelle Lichter, grelle Farben, missmutige Gesichter, eine Frauenstimme, Haltestation, nach Hause, Piepen, Türen öffnen und schließen sich, Menschen überrennen Menschen, homo hominis lupus es, Kälte durchdringt deinen Körper, kümmert sich nicht um dich, deine Gefühle, deine intellektuellen Leistungen, durchdringt deine Poren, deine Zellen, gefriert deinen Hals, bist du stumm? Es ist eh nicht von Belang, Familie grüßt dich, reine Höflichkeit die dir den Schädel fickt, freundliches Lächeln da, nette Geste hier, Schädelgeficke, Kotzen, gelbe Blümchen zwischen rostigen Schienen, zerrissene Plakate, beschmierte Stromkästen, mit Hakenkreuzen bekritzelte Aufzüge, Neonlicht, Erschöpfung und - Lächeln. Lächeln, weil deine Kopfhörer piepen, die Musik dein Leben untermalt und ihre schöne Seite hervorhebt.
8bit passt zu meinem Leben. Es ist der Klang meines Lebens, meines Alltags. Kein romantisches Popgedudel, kein bitterböser, alles hassender Black Metal, keine bedeutungsschweren Hip Hop Lines, kein "Das Leben ist eine riesige Feier!"-Housegebrummel, nein, 8bit. Töne, Töne, weder heilig noch böse, Töne, die das Leben digitalisieren, widerspiegeln. Schwer zu erklären, aber es passt zu mir, passt zu meinem Leben.

Ich habe schon viele, etliche, unzählige Male versucht mich in irgendeine Subkultur einzuordnen, irgendwo reinzupassen - ich war eine 12jährige Bratze, hab's allen gleich getan und das gehört, was in der Flimmerkiste lief - es passte nicht. Ich habe lauten, aggressiven Metall gehört - es passte nicht, melancholische Gothicklänge, industrielle Experimente, schreiender Emocore, Hip Hop in seinen Variationen, 20er Jahre Feeling vermittelnder Jazz - es war zwar alles schön zu hören, aber nichts passte, nicht wirklich. Mir steh'n keine Basecaps, keine rosa Shirts, keine Baggyhosen, keine Anzüge und Hüte, keine Bandshirts, keine Röhrenjeans. 8bit. Hör es, lass es. Es passt. Verrenk dich nicht, hör es einfach, hab Spaß daran, mach daraus, was du willst. - Wahrscheinlich ist diese Interpretation jetzt verdammt weit gegriffen und mir würde sonst keiner zustimmen, aber ich sehe es so. Ich finde es gut. Mit der Zeit hab ich gemerkt, dass Schubladen auf Dauer recht ungemütlich werden, wenn du nicht gerade in der seidenen Unterwäsche einer süßen 16jährigen liegst. Da verzichte ich lieber, lass Kommode Kommode sein und grüß sie artig bei jeder Begegnung.

Das war "Ein Tag wie im Film" von Amph TV, mit freundlicher Unterstützung von unangemessener Werbung!


Gleich geht es weiter mit "Politik - wen juckt's!?", unwissentlich gesponsert von Ponti
( http://pontisblog.eu/ ) der alle schockierenden Tatsache über Sex, Drogen und Politik aufdeckt!


Amph
19.9.08 17:53


It'se me, Mario!

Ich könnte auf diesen Satz kommen. Wirklich. Ich liebe ihn. Wahrscheinlich mehr, als ich meine Wüstenrennmaus geliebt habe. Hmm. Möglich. Aber warum ist das so?

Wahrscheinlich liegt es daran, dass diese quietschige Aussage etwas in meinem (und einigen anderen) Köpfen auslöst, Emotionen, Erinnerungen an alte Tage werden zurückgerufen - beispielsweise wie ich als kleine Bratze in den Sommerferien vor dem Fernseher hing und es den bösen Schildkröten als italienischer Klempner eingeheizt habe. Und dann ist es schon. Jugend, Unbeschwertheit, Spaß. Und nicht zu vergessen das elitäre Gefühl, das man hat, wenn man ganz offiziell auf 'nem old school Trip ist. Bin ich nicht - jedenfalls nicht wirklich, deswegen elitär fühl ich mich den kleinen medienverseuchten Gören gegenüber aber schon. Mit Blicken, die voller Verachtung und Abscheu triefen, strafe ich die kleinen Bratzen die mit ihren Handys rumschwenken, stolz mit ihren nextGen Geräten rumprahlen und jeden auslachen, der über die letzte Folge von Pokémon Yu-Gi-Oh! GX diskutieren will. Stundenlang zetere ich über die anschließende, von den Medien verursachte Jugendverdummung, während ich mir zeitgleich mit dem Tetris Klassiker die Birne zu Matsch spiele. Aber Tetris hat und soll ja auch keine Geschichte erzählen, im Gegensatz zu SNES Spielen wie Chrono Trigger, Secret of Mana, Lufia, Terranigma und Konsorten. Und ich muss sagen: Alle Achtung! Schon früher mochte ich 2D RPGs, aber die alten SNES-Teile sind wahre Juwelen. Spiele wie Crysis oder Gothic 3 sehen war toll aus und sie ganz hübsch anzusehen; aber in eine spannende Welt wie in der von Chrono Trigger einzutauchen und wirklich etwas dabei zu fühlen und nicht nur die alltägliche Leere durch Medien vollzupumpen, ist hunderte Male besser.

Und das finde ich bedenklich. In den letzten Wochen ist mir eine traurige Erkenntnis gekommen. Die ganzen blinkenden Schilder, der ganze Lärm, die Farben, Formen, der ganze Realismus, die Übertreibung - alles, alles dient nur dazu um die Leere, die wir in der Brust haben, die durch unseren grauen, öden Alltag entsteht, zu füllen. Als ich eine zeit lang rund um die Uhr mir nur solche blinkenden, bunten, hysterischen, aufdringlichen Animes reingezogen habe (Suzumiya Haruhi no Yuutsu), hab ich mich toll gefühlt, war gut drauf, alles war schön und bunt. Aber als das Ending in meinen Ohren verklang und der Bildschirm schwarz wurde, blieb nur ein großes, schwarzes, verschlingendes Loch, ein absolutes graues Leben übrig. 

Sind unsere vielen Möglichkeiten tatsächlich so gut?

Wann waren wir das letzte Mal spazieren und haben dabei bemerkt, wie schön die Welt da draußen ist? Wenn ich raus gehe, sehe ich nur, dass die Welt grau und verpixelt ist, der Boden dreckig, die Menschen krank und dass die Welt hinter den vielen Bildschirmen eine viel schönere ist. Eine viel schönere Illusion. Und diese schlucken wir freiwillig, bereitwillig, gierig. Jegliche von den Medien präsentiere, als Neuheit getarnte Volksverdummung ist besser, als die grauen Wände unserer Wohnblocks, als der graue, müde Blick im Spiegel.

Wir haben uns entschieden.

19.9.08 14:23


circulus vitiousus

Jeder, der sich länger in irgendwelchen Internetforen herum treibt und fleißig an allen Diskussionen teilnimmt um seine Reputation und sein virtuelles Geschlechtsorgan zu vergrößern, stößt man immer wieder auf dieselben Diskussionen, dieselben Frage, dieselben Streitigkeiten, die einem mit jeder weiteren Breittreterei mehr und mehr ankotzen.

Ihr kennt sie alle. "Was hört ihr für Musik?", "Was sind eure Lieblingsfilme?", "Was liest ihr?", "Was haltet ihr von jenen und solchen Minderheiten?" und daran gekoppelt gibt es die klassischen Gothics-reden-über-ihr-Leben-und-versuchen-die-unwissenden-12jährigen-aufklären (jedenfalls früher kam die Diskussion über Gothics mindestens jeden Monat - heute hat der allgemeine Emo-Bashing Sport dies verdrängt) und die bekannten Hip Hop vs. Metal Diskussionen. Man kennt's nicht. Von der einen Seiten wird lautstark von der "toleranten" Szene (vor allem Gothics; früher, versteht sich - gibt es die überhaupt noch?) gebrüllt, dass Hip Hop dermaßen niveaulos ist, dass es die ganze Jugend verblödet und den Ursprung des gesellschaftlichen Untergangs darstellt; von der anderen Seiten, wird von den so zivilisierten, kühlen Männchen gebrüllt, dass Metalhörer alle Satanisten sind, kleine Kinder aufschlitzen und Amok laufen. Zu beobachten, wie sich beide großen Gruppierungen gegenseitig fertig zu machen zu versuchen, während sie sich gleichzeitig rechtfertigen, gehört zu den Momenten, ich denen ich mir wünsche, lieber in eine rostige Kettensäge zu rennen.

Die sind nämlich beide doof, wenn immer wieder diese selten dämliche Diskussionen aufkommen. Und das ist er, der klassische Teufelskreis. Wenn ich irgendwo, irgendwann ein Ort finden sollte, an dem sich die Menschen wegen so was nicht die Köpfe einschlagen sollten (und genug "Zivilisation" vorhanden sind), erkläre ich es offiziell für das wahre Kanaan.

Aber zurück zu dem Grund, weswegen ich diesen Eintrag verfasse. Wie in meinem "Über mich"-Text zu lesen ist, möchte ich meinen werten, noch nicht vorhandenen Lesern ein bisschen etwas von mir erzählen, was ich aber auch eigentlich nur als Vorwand nehme, um ganz in Menschenmanier meinen Egoismus auszuleben und meine Gedanken nur um mich kreisen zu lassen. Da die vorgesehen Spalte für die Lieblingsmusik höchstwahrscheinlich zu begrenzt ist, mach ich das - tatarata - in einem eigenen Eintrag. Fantastisch.

Gut, da ich so schön über Metler und Hopser meckern kann, muss ich wohl ein Außenstehender sein. Nah, falsch. Ich höre schon seit einigen Jahren Musik, die man in der eher härten Richtung einordnen kann. Metal und so. Momentan favorisierte Bands und Künstler sind (Achtung, jetzt kommt eine völlig unausgeschmückte, absolut langweilige Aufzählung von Namen): Nargaroth, Amon Amarth, Arkona, As I Lay Dying, Bathory, Bloodbath, Dark Tranquility, Dornenreich, Eisregen, (Emilie Autumn), Endstille, Ensiferum, Equilibrium, Falkenbach, Finntroll, Grailknights, Kataklysm, Katatonia, Korpiklaani, Machinism, Metallica, Neaera, Nirvana, Taake, The CNK, The Dillinger Escape Plan, The Used, Turisas, Wintersun. (Anzumerken ist, dass es mehr oder weniger Metal ist, oder irgendwas verwandtes und ich die Band mehr oder weniger oft höre.)

Aber, bis vor kurzem (vor kurzen? muss schon ein Jahr her sein), hab, bedingt durch eine erhöhte soziale Kontaktaufnahme mit den Wesen meiner Rasse Hip Hop empfohlen bekommen und konnte mich dafür begeistern. Ich mag die Texte, die Beat, den Flow - ganz anders als Metal, die Lyrics stehen viel mehr im Vordergrund, wo zum Beispiel beim Black Metal durch die Melodie ein Gefühl vermittelt werden soll, machen es beim Hip Hop vordergründig die Texte. Also anders als Metal und hat mich auch anfangs eine Umgewöhnung gekostet. Folgende Künstler find ich als früheres Metalvieh gut: Dynamite Deluxe, Eminem, F.R., Ghostface Killah, K.I.Z., Prezident, Method Man & Redman, Nas, Notorius BIG, Prinz Pi, RUN DMC, Sido, The Wu-Tang Clan. Nicht wirklich viel im Vergleich zum Metal, aber immerhin.

Da aber diese zwei Gruppen alleine viel zu langweilig wären und nicht unbedingt für meinen weiten Horizont sprechen würde, höre ich noch, getrennt davon, noch völlig andere Musik, woho!

Das ist zum Beispiel Jazz (mein Freund Franky und Louis), J-Rock (Dir En Grey, Mucc, the GazettE, Malice Mizer und Andere), 8bit (Nintendotöne verarbeitet zu Musik), House-Mukke, wie man sie von Discos kennt und all so Kram.

So, Musikfrage geklärt. Sollte mich noch irgendjemand danach fragen, oder irgendeine dämliche Diskussionen mit mir anfangen wollen, tret ich ihm persönlich die Fresse ein, circulus vitiosus hin oder her.



Amph


19.9.08 13:44


Mandeln, Wodkamassagen und Fremdenhass.

Es ist 10 vor 11 und im Prinzip müsste ich bereits im Bett liegen und meinen Blutdruck dabei beobachten, wie er, anlässlich der penetranten Ruhestörung, ausgehend von dem Geschnarche meines Bruders, in die Höhe steigt. Mach ich aber nicht.

Warum? Ganz einfach. Ich blogge. (Ha! Klang das jetzt nerdig.)

Ich hock hier an meinem Rechner, die Geschichtsunterlagen, welche dringend nach eingehender Bearbeitung schreien, erkämpfen sich ihren Platz mit den hochnäsigen Medikamenten; überlegen aber momentan eine Pakt einzugehen, um die übermächtige Teetasse zu schlagen.

Jepp, ich bin arg krank geworden und morgen steht eine Geschichtsklausur an. Was in dieser Verbindung natürlich äußerst ungünstig ist. Aber das juckt mich momentan eher weniger. 

Eigentlich werde ich eher selten krank; aber wenn, dann schlägt's so richtig zu. Ich hoffe bloß, dass meine Nase nicht gebrochen ist. Nun, ich war die letzten drei Tage auf Seminarfahrt, in den kalten Bergen, ein plötzlicher Kälteeinbruch sorgte für allgemeines Brummeln, die halbe Stufe war krank und irgend wessen Viren fanden mich wahrscheinlich besonders attraktiv. Was ja nicht besonders verwunderlich ist.

Jedenfalls hatte, hab ich ein bisschen Fieber, hatte den ganzen Tag keine Stimme (was ungewöhnlicherweise ziemlich nervig sein kann, da man plötzlich besonders mitteilungsbedürftig wird, wenn man quasi stumm ist) und mein Hals hat sich so angefühlt als würde irgendeine überschminkte Domina wieder und wieder rostige, mit Widerhaken besetzte Bolzen in meinen Hals rammen. Nicht so schön. Und da ich natürlich die Öffnungszeiten der Apotheke verpennt hab (im buchstäblichen Sinne, ich hab gepennt, während Frau Mama den Teppich gesaugt hat, Frechheit, dass sie mich so gestört hat!), steh ich nun den ganzen Tag ohne erlösende Chemikalien da. Wunderbah.

Jedenfalls war ich heute nach den beiden Geschichtsstunden bei meinem Hausarzt. Man muss hierbei anmerken, dass mein Arzt ein unbedeutender deutscher Wicht ist, der in einem großen Ärztekomplex rummediziniert, der der einzige vergleichbare Komplex in meinem Stadtviertel ist, welches größtenteils von irgendwelchen Immigranten besiedelt ist. Ergo ist die zweite Ärztin, welche aus Russland stammt, eine viel wichtigere Person und die Arzthelferinnen müssen auch Russisch sprechen um mit der Situation überhaupt zurecht zu kommen.

Dank dem Kälteeinbruch war die Praxis heute natürlich nach dem nachmittags geschlossenem Mittwoch natürlich proppenvoll, ich hab mehr als 2 Stunden gewartet und durfte mir dabei deprimierende Kriegserzählungen der alten Frauen anhören. War doll. Ich hätte fast gekotzt. Ich beneide die Deutschen, die das nicht verstehen können.

Dann war ich beim Herrn Arzt, der den ganzen Tag nichts zu tun hat außer rumzurennen und zu brabbeln und Käffchen zu trinken und so zu tun, als hätte er was zu sagen. Eigentlich lasse ich mich auch immer von der Ärztin behandeln; aber wie gesagt, alles war voll, die Praxis schließt eigentlich um 12 und um halb 1 war das Wartezimmer noch bis zum Rand gefüllt. Egal. Für die Gemeinschaft!

Der Arzt hatte Mühe wegen meiner riesigen Zunge (ich bin ein Mutant - ob ich Ninja werden sollten und mit meiner riesigen Zunge die Gegner zusammenrollen?) meine Mandeln anzustarren, was er aber letztlich mit dem leckeren Holzstäbchen und viel Kraftaufwand doch geklappt hat. Ich beneide ihn nicht. Jedenfalls sind die auch riesig. Ich wundere mich, warum ich noch lebe. Egal. Chemikalien verschrieben, die in der ortsansässigen Apotheke natürlich nicht vorhanden waren, sondern erst bestellt werden mussten, aber um 3 geliefert werden sollten. Ich kämpfte mich durch die frostbyttene Kälte nach Haus, hab 'n Pott Tee aufgesetzt, bin weggepennt und erst dann wieder munter geworden, als die Apotheke schon zu hatte. Prima.

Dann hab ich, weil ich wenigstens den Eindruck erwecken will, als sei ich mehr oder weniger ernsthaft an dem Schulkram interessiert, ein paar Arbeitsblätter angeguckt und dabei den Mann gefunden, der die Begründung für unsere glatzköpfigen Freunde gelegt hat, hab noch mehr Tee getrunken, Simpsons geguckt, mit nicht vorhandener Stimme gegrummelt, mehr Tee aufgesetzt und meinen Hals mit Wodka einreiben lassen. Soll wärmen. Wenn ihr deutschen Ursprungs seid und euch das verwirrt, macht nichts, macht man bei uns Deutschrussen so, akzeptiert es und gut is'.

Jetzt hab ich aber auch die Nase voll, mein Kopf brummt, Napoleon geht mir auf die Nüsse (er ist ja nur neidisch..) und deswegen geh ich ins Bett.

 

Gute Nacht!

Wenn euch das zu lang war: Juckt mich nicht.

Amph.

18.9.08 23:13


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